Trockenübung – Ausstellung „Köpper“ einer 6teiligen Ausstellungsreihe
Ausstellungsdauer: 14. August bis 17. September 2011
Vernissage: 13. August 2011, 19 Uhr
Begrüßung: Thomas Ballast (Vorsitzender des vdek)
Begrüßung und Dank: Katarzyna Sekulla (Kunst- und Kulturmanagerin)
Livemusik: Eisenstein
Performance: Gunhild Kreuzer
Öffnungszeiten:
Do, FrSa 16 –19 Uhr
SaDo, Fr 15 –18 Uhr
vom 8. bis 11. 09.2011 zusätzlich
Do, FrSa 11 bis 14 Uhr
Adresse: Temporäre Kunsthalle des vdek
Askanischer Platz 1
10963 Berlin
Künstler:
- Susanne Knaack (Malerei)
- Gudrun Kreuzer (Performance)
- Peter Möller (Installation, Zeichnung)
- Nele Probst (Malerei/ Objekt)
- Peter Schlangenbader (Grafik/ Malerei/ Objekt)
- Tine Schumann (Grafik/ Malerei)
- Andrea Streit (Grafik/ Malerei)
Ausstellungsidee
In Zusammenarbeit mit dem Verein Berliner Künstler (VBK) und dem Verband der Ersatzkassen (vdek) veranstaltet das Künstlerkonglomerat Trockenübung eine Ausstellungsreihe in der Temporären Kunsthalle des vdek.
Die Künstlergruppe konfrontiert die Besucher mit 7 unterschiedlichen Positionen der aktuellen Kunst. Gastkünstler ergänzen in Folgeausstellungen die Veranstaltungsreihe. Jede Ausstellung hat ihren eigenen Auftritt. Den Auftakt bildet der bekannte, formschöne und dynamische Sprung, der Köpper.
Er bringt uns direkt zum schwarz/weißen Seestück von Susanne Knaack. Die Apokalypse war gestern und hier befinden wir uns am absoluten Nullpunkt! Jenseits dessen beherrschen Eis, berstende stürmische Seen und Wolkenbrüche die Leinwand. Kein Mensch will hier verweilen. Jeglicher Landschaft beraubt unterdessen sind die farbigen Leinwände von Andrea Streit, die ihre Protagonisten auf eine Fläche setzt, die keine Orientierung zulässt. Wo ist oben, wo ist unten? Der Blick taucht ein in kontroverse Farbkompositionen, denen man sich nicht entziehen will. Und nun Kopfüber ins Element, das ist das Prinzip der Malerei von Peter Schlangenbader. Der Kopf als Summe der Weltentwürfe, grässlich und herzerfrischend, virulent und grotesk. Keine subversive Existenz ist ihm fremd, sondern Freund. Freund und Feind sind bei Tine Schumann schwer auseinander zu halten. In ihren großformatigen Tuschezeichnungen stehen Uniformierte und Schäferhunde, auch Wölfe bei-, vor- oder neben- einander. Die Ansichten verschwimmen und schnell befindet sich der Betrachter mitten drin. Wie im Scheinwerferlicht balanciert auch Peter Möller auf dem selbst gespannten Drahtseil der eigenen Courage – absturzgefährdet. So verdichtet sich das Streben mit Seilen und Fäden. zum frei schwebenden Kokon. Hier entsteht eine bewohnbare, schwebende Konstruktion. Mitten hinein in diese Idylle treten die sperrigen Gesichter von Nele Probst. Deren aus Holz und Fundstücken gefügten Existenzen sprechen aus Halbreliefs oder freistehenden Objekten. Die Geschichten behalten sie vor allem für sich, um unsere Neugier anzustacheln? Unübersehbar platzt Gunhild Kreuzer gar nicht auf den Mund gefallen als letzte in die Kunsthalle und schaut sich um. Sie grölt und pöbelt und macht auch nicht vor dem Wachpersonal halt. Ihre Liveperformances sind voller grotesker Situationskomik. Womit die Ausstellungsreihe eröffnet ist.
Nach fünf wöchiger Gemeinschaftsausstellung laden die einzelnen Mitglieder der Gruppe Trockenübung Gastkünstler für eine viertägige Schau ein. Unter anderem werden daran beteiligt sein: Thomas Hellinger (Dresden), Christoph Damm (Berlin), Till Baumhauer (Dresden), Sandra Schmidt (Berlin)
Diese Ausstellungen beschäftigen sich mit weiteren Startsprüngen und so werden Titel wie Arschbombe, Päckchen, Delphinsalto gehockt, Doppelte Schraube, Kraxelkatze oder Kerze demnächst die Newsletter der Kunst beschriften.
Mit der Abschlussausstellung Pommes und Nivea wird die Kunstreihe in der alle Gruppenmitglieder zusammentreffen im Herbst enden.
Kontakt:
Andrea Streit:Nele Probst:andrea@a-streit.de / 0176 53289207
Nele Probst:Andrea Streit:info@nele-probst.de / 0176 234 28 509
